Der Weihnachtsapfel ist keine neue Sortenzüchtung. Über den Weihnachtsapfel gibt es verschiedene Sagen und Mythen, eine biblische Herkunft des Begriffes ist ebenfalls nicht eindeutig. Als Weihnachtsäpfel wurden früher oft Lageräpfel bezeichnet, die um die Weihnachtszeit herum genussreif waren.

Ältere Personen können sich aber vielleicht noch daran erinnern, was landläufig als Weihnachtsapfel verwendet wurde.

Mangels finanziellen Mitteln zum Einkauf von Baumschmuck wurden mit dem Einzug des Weihnachtsbaumes im 19. Jahrhundert in die Wohnzimmer der Menschen Lageräpfel an den Baum gehängt. Diese wurden poliert und mit silbernen oder goldenen Fäden am Stiel an den Tannenzweigen befestigt und verströmten im warmen Zimmer einen ganz besonderen Weihnachtduft. Damit die Tannenzweige nicht überhingen durften diese Äpfel nicht zu groß sein. Am beliebtesten waren Apfelsorten mit dunkelroter Farbe.

Diese Tradition ist nach der Erfindung der Möglichkeiten zur Massenproduktion von Glasschmuck in Vergessenheit geraten. Gerne verwendete Apfelsorten, die auch heute noch erhältlich sind, waren Rote Sternrenette und Roter Coussinot.

Wer es mal mit Äpfeln am Baum ausprobiert, kann gerne mal einen Bericht erstatten, wir werden die Erfahrungen dann auch veröffentlichen.

 

Als Weihnachtsäpfel werden auch gerne Bratapfelzubereitungen bezeichnet. Daher hier ein Rezeptvorschlag als Dessert für ein Weihnachtsessen:

Zutaten für zwei Portionen:
4 mittelgroße, säuerliche Äpfel
1 Päckchen Vanillepudding, am besten Bourbon Vanillepudding von Dr. Oetker
Marmelade nach Wahl, gut schmeckt Erdbeermarmelade oder Pflaumenmus
0,5 l Milch
Eventuell etwas Kakaopulver, Zimt oder Mandelsplitter, je nach Geschmack
Etwas Butter

Die Äpfel waschen und das Kerngehäuse ausstechen, die Äpfel ganz lassen. Wem es lieber ist, kann die Äpfel auch schälen, dann verkürzt sich die Backzeit. Eine Auflaufform mit etwas Butter bestreichen und die Äpfel in die Auflaufform setzen. Die Äpfel mit der Marmelade zu ¾ füllen. Den Pudding kochen und die Äpfel mit dem Pudding auffüllen. Den Rest des Puddings um die Äpfel in der Auflaufform verteilen.

Bei 180 C im Backofen für 30 – 40 Minuten, je nach Größe der Äpfel, erhitzen. Zwischendurch prüfen, ob die Äpfel weich sind. Beim entnehmen der Äpfel aus der Auflaufform darauf achten, dass die Marmelade nicht herausläuft. Man benutzt am besten einen Bratenwender ohne Löcher. Zum Servieren mit etwas Kakaopulver, Zimt oder Mandelsplittern überstreuen.

Guten Appetit

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