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Walnuss | Drucken |

Die Walnuss gehört nicht, wie sonst nahezu alle Obstarten, zu den Rosengewächsen, sondern bildet eine eigene Familie, die der Wallnussgewächse. Die Walnuss war schon bei den Römern sehr begehrt, die sie die „Eichel des Jupiter“ nannten. Die Walnuss hat ihren Ursprung in den Bergwäldern nördlich des Kaspischen Meeres. Im dortigen Persischen Reich war die Pflanze bereits in Kultur genommen worden. Dieses Reich wurde von den Römern erobert und die Römer brachten die Pflanze dann mit über die Alpen in die von Ihnen eroberten Gebiete.

Die Walnuss kann ein mächtiger Baum werden, weshalb sie sich für die heutigen Hausgärten wegen Ihrer Größe meist nicht mehr eignet. Die Walnuss ist ein Lichtbaum, der gerne freisteht.

An den Boden stellt die Walnuss keine besonderen Ansprüche, nur extreme Sandböden sind nicht so gut geeignet und Standorte mit Tonböden und hohem Grundwasserspiegel sollten gemieden werden. Im Holz ist die Walnuss in unseren Breiten als Frostfest einzustufen und in der Regel nicht durch Winterfröste gefährdet.

Die Walnuss ist jedoch spätfrostgefährdet in Ihrer Blüte, weshalb Spätfrostlagen zu meiden sind.

Die Forschungsanstalt im hessischen Geisenheim hat 1936 – 1942 Walnussherkünfte aus ganz Deutschland geprüft. Daraus wurden verschiedene Sorten ausgelesen und zum Anbau empfohlen. Auch in Weinsberg, Baden-Württemberg und im Sächsischen Pilnitz wurden Walnüsse züchterisch bearbeitet.

Geisenheim Nr. 26: Die Frucht ist ziemlich klein, der Baum jedoch widerstandsfähig gegen Krankheiten.

Geisenheim Nr. 120: Die Frucht ist recht groß. Der Ertragseintritt erfolgt jedoch erst sehr spät.

Geisenheim Nr. 139: Die Frucht ist mittelgroß, der Ertragseintritt erfolgt jedoch früher als bei Nr. 120.

Geisenheim Nr. 179: Die Frucht ist sehr groß, der Baum trägt regelmäßig.

Wunder von Monrepos: Die Frucht ist mittelgroß, der Baum widerstandsfähig und robust gegenüber Krankheiten.

Weinsberg 1: Die Nüsse haben eine ansprechende Größe und lösen gut aus der Schale. Die Sorte bildet nur eine kleine Krone und hat einen schwächeren Wuchs, ist jedoch etwas anfällig für Krankheiten.