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Stachelbeeren | Drucken |

Die Stachelbeere, oft auch als Stiefschwester der Johannisbeere bezeichnet, gehört zu den Steinbrechgewächsen. Die Wildart ist in Europa und Nordamerika beheimatet.

Als Kulturpflanze ist sie seit dem 16. Jahrhundert bekannt, fand aber zunächst wenig Beachtung. Erst ab dem 18. Jahrhundert setzte eine gezielte Züchtung ein, in der sich besonders die Engländer hervorgetan haben. Dort gab es gegen 1810 über 400 Sorten. Der Stachelbeeranbau ist aber nach dem Einschleppen des Mehltaus aus Nordamerika fast vollständig zu erliegen gekommen.

Die Züchtung hat durch Einkreuzen von mehltaufesten amerikanischen Wildsorten inzwischen ein, auch geschmacklich, wieder befriedigendes neues Sortiment aufgebaut, welches nicht so stark vom Stachelbeermehltau befallen wird. Auch wird bei der Züchtung darauf geachtet, das die Pflanzen weniger bestachelt sind als bisher bekannte Sorten.

Stachelbeeren sind selbstfruchtbar, benötigen also keine zweite Befruchterpflanze. Zur Bestäubung sind Bienen oder Hummeln notwendig.

Stachelbeeren können als Büsche, Fußstämme oder Halbstämme gepflanzt werden. Als Pflanzabstand sollten 1,50 m eingehalten werden. Zu empfehlen ist, wegen der leichteren Ernte, die Pflanzung von Fuß- oder Halbstämmen. Dieser sollte aber an einen Pfahl angebunden werden, da bei reichem Fruchtbehang die Stämme sonst brechen können.

Als Pflegemaßnahmen sollten im Sommer zu dichte Triebe ausgelichtet werden und mit Mehltau befallene Spitzen entfernt werden. Die Ernte beginnt, je nach Sorte, ab Mitte Juni. Es gibt bei der Stachelbeere rote, gelbe und grüne Sorten.

 

Invicta: Grüne Sorte, mittelstark bewehrt, mittelgroße Frucht, mittlere Süße, geringe Säure, geringe Anfälligkeit gegen Mehltau.
Rixanta: Gelbe Sorte, mittelstark bewehrt, große Frucht, angenehm aromatischer, süßer Geschmack, geringe Anfälligkeit gegen Mehltau bei mäßiger Düngung.
Pax: Rote Sorte, fast unbewehrt, große Frucht, angenehmer Geschmack, sehr widerstandsfähig gegen Mehltau.
Rokula: Rote Sorte, stark bewehrt, kleine Früchte, angenehmer, aromatischer Geschmack, widerstandsfähig gegen Mehltau, platzempfindlich.
Remarka: Rote Sorte, stark bewehrt, große Früchte, angenehmer, aromatische Geschmack, gering anfällig für Mehltau, platzempfindlich.
Granada: Es gibt sowohl eine gelbe, grüne als auch Rote Sorte, stark bewehrt, große Früchte, angenehmer Geschmack, bisher ist in unserem eigenen Anbau bei dieser Sorte kein Mehltau aufgetreten, für uns die widerstandsfähigste Sorte. Bezug nur bei Fenzl möglich.

 

Bezugsquellen:

Baumschule Hans Fenzl, Weinbergstr. 22, 93413 Cham, Tel. 09971-1558, www.obstbaeume.de
Dehner Gartenbaumärkte
Gärtnerei Fischer, Blumenau 2, 63110 Rodgau, Tel. 06106-21010
Haeberli Beeren, www.haeberli-beeren.ch