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Quitte | Drucken |

Die Quitte ist heute eine fast vergessene Obstart. Früher war die Quitte eine in Deutschland weit verbreitete Obstart, mit vielen verschiedenen Lokalsorten, die oft in Vorgärten stand. Die Quitte gehört wie Apfel und Birne zum Kernobst und ist ein Rosengewächs.

Die Quitte wird heute häufig als Wurzelunterlage für Birnbäume verwendet, um den starken Wuchs der Birnen zu bremsen.

Die Frucht der Quitte ist heute gerade in Keltereien eine gefragte Obstart, da bei der Apfelweinherstellung gerne zur Klärung ein gewisser Prozentsatz an Quitten beigemischt wird.

Die ursprüngliche Heimat liegt im Kaukasus. Erste Nachweise über kultivierte Quitten aus dem Kaukasus reichen 4000 Jahre zurück. In Mitteleuropa wird sie ca. seit dem 9. Jahrhundert angebaut, bevorzugt in Weinbaugebieten.

In West- und Mitteleuropa spielt sie heute eher eine untergeordnete Rolle. Der erwerbsmäßige Anbau ist in Deutschland selten, spielt aber seit der Einführung der Bionade in der Rhön wieder eine Rolle. Dort wurden größere Neuanpflanzungen vorgenommen.

Die Quitte bildet kleine Bäume von bis zu 8 Metern. Die Blüte der Bäume ist sehr schön und hat einen starken Duft. Die Blüte ist relativ spät, gegen Mitte bis Ende Mai. Da die Bäume selbstfruchtbar sind, wird kein Bestäuber benötigt. Der Ertrag setzt zwischen dem vierten und achten Standjahr ein. Der Standort sollte nicht zu kalt sein, da die Frosthärte nicht der der Birne oder des Apfels entspricht.

Bei den Früchten gibt es Sorten mit apfelähnlichen Früchten (Apfelquitten) und birnenähnlichen Früchten (Birnenquitten). Die Ernte ist relativ spät, Oktober oder November. Für den heutigen Geschmack ist die Quitte sehr sauer, hat aber viele wichtige Inhaltsstoffen und einen hohen Vitamin C Gehalt. Häufig findet die Quitte auch in der Naturheilkunde Verwendung.

Die Verwertung kann durch einfache Duftfrucht in der Wohnung oder zu Gelee, Wein oder Zusatz zu anderen Weinen erfolgen. Örtlich gefragt ist auch die Verwertung zu Brennzwecken.

In Franken wurde eine Initiative zur Erhaltung der genetischen Vielfalt an heimischen Quittensorten gegründet, die viele vergessene alte Sorten widerentdeckt hat und diese wieder vermehrt und der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Bezugsquelle:

MUSTEA®
Baumschule
Marius Wittur
Hadergasse 19
97247 Untereisenheim
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www.quittensorten.de