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Apfelsorte “Cox Orange“ | Drucken |

Der vollständige Namen der Sorte lautet „Cox´Orangen Renette“ Die Sorte wurde zwischen 1825 und 1830 in England von Herrn Cox auf seinem Grundstück als Sämling der Sorte Ribston Pepping gefunden. Die Sorte gehört noch immer zu den Weltapfelsorten, es gibt inzwischen viele Mutanten. Die Sorte wurde und wird noch immer intensiv in der Apfelsortenzüchtung eingesetzt. In Groß-Britannien wird die Sorte als Ausdruck britischer Lebensart angesehen.

Der Baum ist sehr anspruchsvoll und benötigt nährstoffreiche Böden mit hoher Wasserkapazität, er verträgt keine trockenen Sommer und ist nicht frostfest im Holz. Der Wuchs ist schwach bis mittelstartk, die Sorte bildet mittelgroße, pyramidale bis kugelige Bäume aus. Die Blüte ist mittelfrüh, lange anhaltend und spätfrostgefährdet. Der Ertrag setzt früh ein, ist regelmäßigt aber nicht hoch.

Die Frucht ist mittelgroß, hat eine gelb bis grüne Grundfarbe und auf der Sonnenseite ein orange bis rote Deckfarbe. Die Schale ist trocken, rauh und oft netzartig berostet. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig aber nicht abknackend. Die Fleischfarbe ist grünlichgelb bis cremefarben. Die Frucht besitzt ein sehr gutes Aroma und ein ausgeglichenes Zucker-Säureverhältnis. Die Baumreife ist Anfang bis Mitte September, die Sorte ist bis November lagerfähig im Naturlager, wird jedoch schon kurz nach dem Pflücken mürbe. Bei stark wechselnder Witterung werden die Früchte rissig und faulen am Baum.

Die Sorte kann als Tafelapfel verwendet werden, zu Apfelmus verarbeitet werden, eignet sich zum Backen und ergibt einen sehr guten Saft.

Baum und Früchte sind stark anfällig für viele Krankheiten. Der Baum neigt bei nicht zusagenden Standorten zu vorzeitigen Blattfall, ist anfällig für Kragenfäule, Obstbaumkrebs, Stippe und Feuerbrand. Eine geringere Anfälligkeit besteht für Schorf und Mehltau. Bei Behandlungen sind die Bäume empfindlich gegen Schwefel und Kupfer.

Da die Sorte sehr betreuungsintensiv ist, eignet sie sich nicht als Sorte für den Streuobstanbau. Sie könnte aber auf schwachen Unterlagen einen Platz im Hausgarten finden, da dort die Ansprüche eher erfüllt werden können. Durch den guten Geschmack hat die Sorte noch immer ihre Anbauberechtigung.

Bezugsquelle:

Baumschule Ritthalter
Dietschweiler Str. 20
66882 Hütschenhausen
Telefon: 06372 5880
Telefax: 06372 61564
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